Ernst Pagels Garten in Leer, Deichstr. 4
logo
Willkommen
Ernst Pagels
Staudenzüchtungen
Gartengestaltung
Unser Anliegen
Projektträger
Projektentwicklung
Mitmach-Aktionen
Kooperations-Partner
Termine / Aktuelles
Kontakt
Impressum

Ernst Pagels

Am 16.1.2007 verstarb Ernst Pagels in Leer im Alter von 93 Jahren. Er war Gärtner, Gartenbauer und ein weit über die Grenzen Ostfrieslands hinaus anerkannter und geschätzter Staudenzüchter. Im Jahr 2004 brachte er das Grundstück seiner ehemaligen Gärtnerei zur dann gemeinnützigen Nutzung und dem Ziel "Im Einklang von Mensch und Natur" als wesentlichen Vermögensstock in die Stiftung mercurial ein.

Kindheit und Jugend

Ernst Johann Friedrich Pagels wurde als zweites Kind von Johanne Pagels, geb. van Zwoll, und Gärtner Ernst Martin Pagels in Stockelsdorf bei Lübeck am    9. Oktober 1913 geboren. Nachdem der Vater zu Beginn des ersten Weltkriegs fiel und nur zwei Wochen später sein Bruder starb, entschied die Familie, dass der eineinhalbjährige Ernst bei seinen Großeltern väterlicherseits in Mecklenburg aufwachsen solle.

Bis zum Tod der Großmutter 1923 blieb er dort und zog dann zu seiner Mutter und seiner Schwester Frieda nach Leer/ Ostfriesland. Dort besuchte er die Osterstegschule und das Ubbo-Emmius-Gymnasium.

Ausbildung und beruflicher Werdegang

Von 1928 bis 1932 wurde Ernst Pagels in der Leeraner Gärtnerei van Scharrel zum Gärtner ausgebildet. Durch Zufall entdeckte er auf dem Dachboden der Firma Hefte der Fachzeitschrift „Gartenschönheit“, die von Karl Foerster, Oskar Kühl und Camillo Schneider herausgegeben wurde. Er war fasziniert von den Verwendungsmöglichkeiten der Stauden und verbrachte danach viel Zeit bei der heimlichen

Lektüre. Als er in seinem Lehrbetrieb die Ausführung einer Gartenplanung von Karl Foerster begleiten durfte, reifte in ihm der Wunsch, eines Tages in dessen Bornimer Gärtnerei zu arbeiten (MÜLLER 2003: 32ff). Seit dieser Zeit wurde Karl Foerster für Pagels zu einer wesentlichen Leitfigur seines Lebens.

Pagels blieb noch ein halbes Jahr als Geselle in seinem Lehrbetrieb, bevor er sich in der Gärtnerlehranstalt Oranienburg zwei Jahre lang als Gartenbautechniker qualifizierte. Anschließend arbeitete er noch in drei verschiedenen Gärtnereien, bis sein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging und er eine Stelle bei Foerster erhielt. Nach einem halben Jahr im Pflanzenversand wechselte er in die Gartenausführung und später in die Gartenbauleitung, wo er bis zu seiner Einberufung 1939 blieb. Während der Abendstunden fand der junge Mann immer wieder Gelegenheiten, mit Foerster durch die Gärtnerei zu gehen und über dessen züchterische Arbeit zu sprechen.

Von 1949 bis 2000 führte Pagels in Leer (Ostfriesland) eine Staudengärtnerei. Bis in die 1970er Jahre plante und gestaltete er etwa 300 private und öffentliche Anlagen. Nach Karl Foerster, seinem Vorbild, und Georg Arends wurde Pagels der bedeutendste deutsche Staudenzüchter des 20. Jahrhunderts.

zusammengestellt: Susanne Sander-Seyfert 

 

 

 

Wenn andere Gärten schon an den Winterschlaf denken, blüht Pagels Garten noch einmal richtig auf.

Top